Weltweite Ökumene

Weltmission – Mission, Ökumene und kirchlicher Entwicklungsdienst

ChristInnen engagieren sich weltweit in Programmen und Projekten, um

  • ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen
  • Armut zu bekämpfen
  • die Gesundheitsversorgung auf-/auszubauen
  • Bildung für alle zu ermöglichen und
  • das Evangelium weiterzugeben

Das Opfer für die Weltmission war 2011 in unserer Gemeinde für das Projekt der Basler Mission “Berufsausbildung in Kamerun“ bestimmt. Knapp die Hälfte der Bevölkerung Kameruns ist jünger als 15 Jahre. Darum ist die Jugendarbeit für die Presbyterianische Kirche dort besonders wichtig. “Geistliche Angebote, Schulungs- und Bildungsmaßnahmen sowie soziale Angebote zur Beratung in Lebensfragen“ gehören zu ihrem Programm.

Patenkind der Kinderkirche

Kindernothilfe

Aruldoss Sathiyadoss, heute 14 Jahre alt, ist seit dem Jahr 2007 das Patenkind der Kinderkirche in Oberholzheim. Er lebt im Schülerwohnheim Paramakudi, in Südindien, weil seine Eltern zu arm sind, um ihn angemessen versorgen zu können. Dieses Heim wird von der Kindernothilfe unterstützt. Mit nur 31 € im Monat kann ein Kind hier gesund ernährt, sowie körperlich und geistig gefördert werden. Für die Kinderkirchkinder bekommt mit dem indischen Jungen Sathiyadoss Armut ein Gesicht. Das Opfer im Kindergottesdienst ist für ihn bestimmt. Durch den Briefkontakt mit ihm erfahren die Kinder aber auch, dass Glück und Zufriedenheit trotz Armut erlebbar ist.

Brot für die Welt

Es ist genug für alle da war das Motto der 51. Aktion “Brot für die Welt“. Dieser Leitsatz ist einmal Ausdruck unseres Glaubens und unserer Hoffnung, dass Gott alle sättigen will und kann, aber auch eine wissenschaftliche Aussage. Denn von den derzeit produzierten Lebensmitteln könnten fast doppelt so viele Menschen satt werden wie auf unserer Erde leben. Es ist eine Folge mangelnder Gerechtigkeit, dass über 960 Millionen Menschen Hunger leiden.

In vielen Projekten an vielen Orten versucht “Brot für die Welt“ dieser Ungerechtigkeit entgegenzuwirken – mit unserer Hilfe, wenn wir bereit sind zu teilen. Dazu gehört z.B., dass alle, die es sich leisten können, ihren Kaffee oder Kakao im Welt- oder Bioladen kaufen. Für uns macht das nur einen Unterschied von ein oder zwei Euro pro Packung aus, den Produzenten ermöglicht es aber ein menschenwürdiges Leben mit Teilhabe an Bildung und gesellschaftlicher Mitbestimmung.
Eine Spende können Sie unter dem Stichwort “Brot für die Welt“ auch auf unser Gemeindekonto bei der Laupheimer Volksbank überweisen (siehe Kirchenpflege).

Ökumenischer Eine-Welt-Stand

Gemeinsam kann man viel bewegen (Produktionsgemeinschaft in Mexiko)

Auf unseren und auch auf  katholischen Gemeindefesten verkaufen wir Kaffee, Kakao, Tee, Schokolade, Trockenfrüchte, Kunsthandwerk u.a. aus dem Sortiment des Ulmer Weltladens. Diese Waren werden in Produktionsgemeinschaften in weniger entwickelten Ländern hergestellt.
Kleinbauern z.B. haben sich in Kooperativen zusammengeschlossen, die von Fairhandelshäusern wie der GEPA gefördert werden. So sind ein sicherer Absatzmarkt und ein stabiler Preis gewährleistet, was wiederum die ärztliche Versorgung und die Ausbildung ihrer Kinder ermöglicht.  Die meisten Nahrungsmittel stammen aus ökologischem Anbau. Der sichert ihre eigene Ernährung durch nachhaltiges Wirtschaften und schont ihre Gesundheit, weil sie keine Pestizide mehr verwenden müssen. Eigene Versuchsplantagen und Saatgutbanken machen sie unabhängig von großen und mächtigen Agrarkonzernen.

Weltgebetstag

Für unsere Region fand der Weltgebetstag 2011 am 4. März in der Kath. Kirche in Schnürpflingen statt. Frauen aus Chile hatten die Liturgie dazu ausgearbeitet.

„Wie viele Brote habt ihr?“  - ein Aufruf zur Solidarität.
In ihrem Land voller extremer Gegensätze – geographisch, wirtschaftlich und politisch – hatte es Anfang 2010 ein heftiges Erdbeben gegeben. Das hat ihnen ganz konkret vor Augen geführt:

„Wir müssen das, was wir haben, solidarisch teilen.“

Der Weltgebetstag ist eine internationale ökumenische Basisbewegung. Seine Wurzeln reichen in den USA und Kanada bis ins 19. Jahrhundert zurück. In Deutschland wurden die ersten Gottesdienste zum Weltgebetstag 1949 auf Initiative von Dr. Antonie Nopitsch, der Gründerin des Bayerischen Mütterdienstes der Evangelisch-Lutherischen Kirche, gefeiert.
„Informiert beten – betend handeln“ ist das Motto der Weltgebetstage. Jeweils am 1. Freitag im März feiern christliche Frauen und wenige Männer (so ist es zumindest bei uns) den Weltgebetstag (der Frauen). Die meisten Männer denken wohl, dass die Frauen dabei unter sich sein wollen – doch sie sind immer herzlich eingeladen. Das Opfer geht an das deutsche Weltgebetstagskomitee, das damit Frauenprojekte in aller Welt unterstützt. Es will Frauen in ihrer Würde und in ihren Fähigkeiten stärken – und nicht zuletzt in ihrem Glauben an den befreienden Gott.